Presse
Publikum Verzaubert
Schriesheim: Geiger Stefan Krznaric konzertiert
Er ist erst 21 Jahre alt und doch darf er sich Stefan Krznaric aus Mannheim schon königlicher Hofviolinist seiner Majestät Céphas Bansah des Königs von Hohoe in ghana bezeichnen. Doch nicht nur der König von Hohoe Ghana ist von den musikalischen Darbietungen des jungen Geigenvirtuosen äußerst angetan, denn immer wieder verzaubert der Sohn jugoslawisch-ungarischer Eltern sein Publikum.So auch zuletzt in Majer´s Weinscheuer im schönen Schriesheim an der Bergstraße.Dort präsentierte er zusammen mit der Pianistin Yaeko Szczepaniak das von beiden gemeinsam komponierte Lied "Falling Tears" oder auf deutsch "fallende Tränen", das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde...Besonders beeindruckend ist es allerdings, wenn er die Lerche fast wie einen lebenden Vogel nur mit Hilfe seiner Geige durch das Publikum fliegen lässt. Eine Technik, die er sich bei einem gestandenen Geiger in Ungarn abgeschaut hat. Zusammen mit Yaeko Szczepaniak und Tibor Vig am E-Bass ist Stefan Krzanric in Schriesheim dabei nicht zum ersten Mal aufgetreten, was sich auch deutlich im harmonischen Spiel der drei ausdrückte...
"Ungarische Seele" bezaubert Zuhörer
Was auch immer Stefan Krznaric an diesem Nachmittag spielte, kaum vorstellbar, dass Fingerfertigkeit und Präzision noch zu verbessern sind. Er verband seine Liebe zur Geige und sein großes musikalische Talent mit dem Feingefühl kunstfertiger Spiellust. Diese Freude drückte sich im engagierten Spiel aus, das auch populäre Opernmeditationen oder faszinierende Jazzstandards einschloss. Der Beifall zwischen den einzelnen Stücken war intensiv und zeitraubend, aber gerechtfertigt. Seine Auswahl war erfrischend und leicht, schwermütig und majestätisch zugleich, oder frech und heiter. Es war aber ungarische Seele, die eine besondere Verbindung zum Publikum fand. Krznaric hatte ein Medley ungarischer Volkweisen zusammengestellt, und die Interpretation des jungen Solisten faszinierte das beeindruckte Publikum. Die vehemente geforderte Zugabe war zugleich Höhepunkt seines virtuosen Vortrages und ließ "Die Lerche" pfeifend erlebbar durch den Raum flattern, großartig....
Ganz anders Stefan Krznarics Interpretation des Violinkonzerts, in dem er Mozarts Heiterkeit und Empfindsamkeit des Rokoko mit virtuoser Spiellust verband. Der junge Solist, der seine ersten musikalischen Impulse aus der ungarischen Volksmusik empfing, münzte die zarten Farben der Salzburger Resindenz um in glutrote Energie. Fasziniert von diesem brillianten Feuerwerk jubelte das Publikum dem jungen Geiger zu......
Stefan Krznaric lieferte eine eigenständige und mit viel Applaus bedachte Interpretation des 4. Violinkonzerts D-Dur (KV 218) von W. A. Mozart. Mit großen technischen Fertigkeiten nahm Krznaric Mozart aus dem Blickwinkel des romantischen Virtuosen. Das war nicht das einfach-sangliche Idiom der Klassik, hier dominierte der große emphatische Ton. Dabei galang es Krznaric ebenfalls, eine Menge an Klangfarben zu servieren und vor allem auch die ganze Bandbreite an dynamischen Werten nachdrücklich auszuspielen...
...davor erlebte das Publikum eine musikalische Reise, die in der Klassik mit Ludwig van Beethoven ihren Anfang nahm und sich über ungarische Volksmusik, Klezmer, Pop und Swing fotsetzte. Als Stefan Krznaric bei den "Ungarischen Weisen" gekonnt akustisch eine Lerche durch die Rheingoldhalle fliegen ließ, waren nicht nur die MItglieder des Ungarischen Kulturvereins Viernheim hellauf begeistert, dem der 20-jähige schon von klein auf angehört, sondern die ganze Rheingoldhalle spendete eifrig Szenenapplaus....
Junger Geiger mit Talent und Herz...
Was für ein grandioser Mix aus Klassik, Jazz, Pop, ungarischen und internationalen Melodien, und was für ein außergewöhnlicher junger Mensch, dem dieser großartige Abend zu verdanken ist! Stefan Krznaric, der nicht nur ungewöhnlich viel Talent, sondern auch ein außergewöhnlich großes Herz hat, packte wieder seine Geige aus, um für den guten Zweck zu musizieren.